Als Kind bin ich sprichwörtlich auf der CEBIT “aufgewachsen”. Als Sohn einer japanischen Mutter und Dolmetscherin habe ich schon von Beginn an, noch auf der Hannover Messe, auf der die CEBIT 1986 “geboren” wurde, tagtäglich Messe- und CEBIT-Luft geatmet. Später dann, zu “Hacker” Zeiten in der 8-Bit Ära hatten wir große Netzwerktreffen an der Commodore-Wand und in “Netzpartys”.
Die frühe Innovationskraft der CEBIT ist ihr mehr und mehr abhanden gekommen – zugleich ist der Diskurs um die digitale Ethik in Deutschland gewachsen.

Im letzten Jahr konnten wir mit #shifthappens (www.shifthappens.how) auf der CEBIT ein Format zur Ethik und Digitalität gestalten – mit mehr als 10.000 Zuschauern online. Umso mehr hatten ihr uns auf die CEBIT 2019 und das Festival gefreut!
Wer nun dem Netz glaubt (https://mobile.twitter.com/meg_gyver/status/1067746034510635009), dies sei allein ein Problem für Hannover, der hat etwas übersehen:

Die CEBIT ist nicht tot, sie lebt weiter – nur eben in China, dort wo die Innovation staatlich gefördert wird und Entrepreneurship ganz neue Formen findet. Insofern kann man nur sagen: Bedauerlich für Hannover, Deutschland und für Europa, einmal mehr ein Gewinn für die Staaten, in denen die globale Plattformökonomie verortet ist.

Für uns gilt: Aufwachen! Die CEBIT ist noch längst nicht tot.

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